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Ausbildung Sozialpädagogik

Der Ausbildungsgang Sozialpädagogik ist mit Verfügung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT vom 27. September 2010 eidgenössisch anerkannt. Zur Ansicht: Anerkennungsverfügung BBT

Die Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung Sozialpädagogik sollen befähigt werden, in komplexen sozialpädagogischen Situationen selbstverantwortlich zu handeln. Neben der Erkenntnisbildung und dem reflektierten Handeln ist die Entwicklung der Selbst- und Sozialkompetenz eine wesentliche Grundlage. In der Ausbildung wird Wert darauf gelegt, dass die Studierenden eine gute Kenntnis der aktuellen Theorien und Paradigmen der Sozialpädagogik erhalten, eine wichtige Bezugsgrösse bildet der geisteswissenschaftliche Ansatz Rudolf Steiners.

Grundlage des Ausbildungsganges Sozialpädagogik bildet der vom SBFI 2015 in Kraft gesetzte Rahmenlehrplan und der daraus entwickelte Schullehrplan der HFHS.

Neben Theorie und Praxis wird das künstlerische Tun und Erleben im Zusammenhang mit der späteren beruflichen Tätigkeit als wesentlicher Bestandteil der Ausbildung betrachtet. Künstlerisches Tun und Erleben steht an der HFHS ganz im Dienste der Persönlichkeitsschulung und gibt somit eine Grundlage für die in der Sozialpädagogik wichtige Beziehungsgestaltung mit den Personen mit Unterstützungsbedarf.

Der Ausbildungsgang Sozialpädagogik der HFHS richtet sich hauptsächlich an Menschen, die in der Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit kognitiven Beeinträchtigungen tätig sind.

Die Praxisplätze werden überwiegend von Institutionen, die auf anthroposophischer Grundlage arbeiten, angeboten.

Allgemeine Grundlage

Der Schullehrplan der HFHS basiert auf dem Rahmenlehrplan für Sozialpädagogik HF. Er beschreibt sozialpädagogische Tätigkeits- und Verantwortungsbereiche, sogenannte Arbeitsprozesse und die dafür zu entwickelnden Kompetenzen der zukünftigen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Ergänzend ist im Schullehrplan der HFHS auch das anthroposophische Menschenverständnis verankert, sowohl in Bezug auf den Inhalt wie auch auf die Methodik, insbesondere in der Verknüpfung von Theorie, Praxis und Kunst.

Kompetenzorientierung

Im Berufsleben sind Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen zunehmend herausgefordert, mit neuen Situationen und bisher unbekannten Handlungsanforderungen adäquat umgehen zu können, dies bei gleichzeitiger Verbindlichkeit und Kontinuität. Die hierzu erforderliche Handlungskompetenz ist der zentrale Bezugspunkt der Ausbildung. Handlungskompetenz kann man nur dadurch erwerben, dass man tatsächlich handelt, selbst Erfahrungen macht, diese aufarbeitet und reflektiert, um sich dadurch in einen persönlichen Veränderungsprozess zu begeben. Hierzu bildet der Erwerb von Fach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz die Grundlage.

Ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Handlungskompetenz ist die persönliche Lernkompetenz. Es ist wichtig, dass die Ausbildung den Studierenden Raum und Anregung dazu gibt, ihre Motivation und ihr Interesse für die Aufgabenstellung immer wieder neu zu wecken, zu ergreifen und zu vertiefen.

Grundlage des anthroposophischen Menschenverständnisses

Das Wort «Anthroposophie» wörtlich übersetzt bedeutet «Weisheit vom Menschen». Das Geistige kann nur auf geistigem Wege gefunden werden. Anthroposophie zeigt einen inneren Schulungsweg zu solcher Erkenntnis auf. Sie geht dabei von den inneren Erfahrungen des modernen kritischen Bewusstseins und der technisch-naturwissenschaftlich orientierten Zivilisation aus.

Geistige Erkenntnisse können für die verschiedenen Lebensgebiete fruchtbar gemacht werden: Pädagogik, Medizin, Pharmazie, Landwirtschaft, Sozialarbeit, Heilpädagogik, Sozialtherapie, Kunst, Wirtschaft und viele andere Bereiche.

Aus der anthroposophisch orientierten Betrachtungsweise ergeben sich differenzierte Einblicke in die leiblichen, seelischen und geistigen Entwicklungsgesetzmässigkeiten des Menschen, die im Auftreten von Behinderungen oder Krisen ihre jeweils spezifischen Ausprägungen erfahren.

Leitmotiv der anthroposophisch-sozialpädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass der Wesenskern eines Menschen, seine Individualität, nie krank, sondern nur in seiner harmonischen Entfaltung behindert oder beeinträchtigt sein kann. Nicht die Behinderung und die damit verbundenen Einschränkungen und Unmöglichkeiten, vor allem im Bereich der Interaktion mit sich selbst und seinem Umfeld, sind der Ausgangspunkt sozialpädagogischer Wirksamkeit. Im Vordergrund steht die Orientierung am individuellen Potenzial des Menschen, seiner Individualität. Dies ist ein dialogischer Prozess, ein Weg, der Betreuende und Betreute gleichermassen als Beteiligte einschliesst und herausfordert.

Auf diesem Hintergrund und auf der Grundlage des Rahmenlehrplans Sozialpädagogik HF, den das SBFI 2015 in Kraft gesetzt hat, entwickelte die HFHS das Konzept für den Ausbildungsgang, und den Schullehrplan.

Rahmenbedingungen

Die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Ausbildung finden sich im Ausbildungsreglement und im Promotions- und Diplomprüfungsreglement.

Downloads
  • Charta berufliche Bildung (Charta_Bildung.pdf)
  • Rahmenlehrplan für Bildungsgänge "Sozialpädagogik HF" (Rahmenlehrplan.pdf)
  • Konzept HFHS Ausbildung Sozialpädagogik HF (Konzept.pdf)
  • Anerkennungsverfügung des BBT (Anerkennungsverfuegung_BBT.pdf)
  • Ausbildungsreglement (Ausbildungsreglement.pdf)
  • Promotions- und Diplomprüfungsreglement (Pruefungsreglement.pdf)

Aufnahmebedingungen

Alle Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung haben eine Aufnahmeprüfung zu absolvieren. Die Kriterien zur Zulassung zur Aufnahmeprüfung sind im Rahmenlehrplan festgehalten. 

Es müssen folgende Bedingungen kumulativ erfüllt sein:

  • Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ oder ein als gleichwertig oder höher eingestufter Abschluss – der Abschluss einer gymnasialen Matura oder einer anderen EDK-anerkannten Mittelschule (inkl. der integrativen Fachmittelschule IMS F) gilt als gleichwertig.
  • Vorpraktikum im sozialpädagogischen Bereich von mindestens 800 Stunden, davon mindestens drei Monate mit einem 70%-Pensum ohne Unterbruch (muss vor Ausbildungsbeginn erfüllt sein).
  • Von Bewerber/-innen mit rein schulischer Ausbildung wird (neben dem Vorpraktikum) der Nachweis einer Erwerbspraxis innerhalb oder ausserhalb des Sozialbereiches verlangt (6 Monate). Diese muss nach der Schulzeit und in einer mindestens 70%igen Anstellung geleistet werden.

Die Bedingungen zur Zulassung zur Prüfung finden Sie unten unter den Downloads.

Äquivalenzbestimmungen

Bewerberinnen und Bewerber, welche die formalen Aufnahmebedingungen für die Höhere Fachschule nicht erfüllen und mindestens 25 Jahre alt sind, können ein Gesuch zur Gleichwertigkeits-Anerkennung stellen. Das 25. Lebensjahr muss zum Datum der Aufnahmeprüfung erreicht sein. Das Gesuch ist spätestens einen Monat vor dem Prüfungstermin bei der HFHS einzureichen. Genauere Informationen zum Vorgehen finden Sie unter den Downloads.

Downloads
  • Bedingungen für die Zulassung zum Ausbildungsgang (Bedingungen_Zulassung.pdf)
  • Äquivalenzbestimmungen für die Aufnahme (Aequivalenzbestimmungen.pdf)
  • Antrag auf Äquivalenzanerkennung (Gesuch_Aequivalenzanerkennung.docx)
Infonachmittage

Gerne begrüssen wir Sie zu einem unserer Infonachmittage. An diesem Anlass erhalten Sie allgemeine Informationen zum Ausbildungsgang Sozialpädagogik HF. Darüber hinaus können Sie sich ein Bild von der HFHS, ihrem Konzept und ihrer spezifischen Ausprägung machen.

Die nächsten Infonachmittage finden statt:

  • Mittwoch, 18. September 2019, 14.45-16.15 Uhr
  • Donnerstag, 21. November 2019, 14.45-16.15 Uhr
  • Mittwoch, 8. Januar 2020, 14.45-16.15 Uhr

Die Infonachmittage finden im Saal der HFHS statt. Es ist keine Voranmeldung erforderlich.

Anmeldung zum Ausbildungsgang

Sie melden sich vor Anmeldeschluss zum Ausbildungsgang an. Mit Ihrer Anmeldung erwarten wir folgende Beilagen:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • biographischer Bericht (Fliesstext, 2-3 Seiten)
  • Motivationsschreiben und Selbsteinschätzung bezüglich des angestrebten Berufes (Fliesstext, 1 Seite)
  • Bericht zum Vorpraktikum (Bitte Formular benutzen; Zwischenbericht oder Schlussbericht, bitte dort ankreuzen)
  • berufliche Ausbildung: Kopie des Fähigkeitszeugnisses (bzw. anderes Abschlussdokument)
  • Arbeitszeugnisse (bzw. eine Bestätigung Ihrer Erwerbstätigkeit)
  • Kopie des schulischen Abschlusszeugnisses

Das Formular «Anmeldung zum Ausbildungsgang» und den «Bericht Vorpraktikum» finden Sie im Downloadbereich.

Aufnahmeprüfung

Wenn Sie die nötigen Voraussetzungen erfüllen, werden Sie zur Aufnahmeprüfung eingeladen. Diese besteht aus:

  • einer schriftlichen Prüfung
  • einer Gruppenprüfung
  • einem Einzelgespräch
Aufnahme in den Ausbildungsgang

Nach bestandener Aufnahmeprüfung erhalten Sie die Unterlagen, um sich verbindlich zum Ausbildungsgang anzumelden. Dies ist innerhalb einer Frist von ca. 4 Wochen möglich. Nach Ablauf dieser Frist werden die Ausbildungsplätze – sofern genügend Platz – bestätigt. Sollte die Anzahl der Anmeldungen die vorhandene Platzzahl übersteigen, so haben Sie die Möglichkeit, sich im nächsten Jahr frühzeitig einen Ausbildungsplatz zu sichern.

Für diese verbindliche Anmeldung müssen Sie über einen Praxisausbildungsplatz verfügen. Weitere Informationen dazu finden sich im Abschnitt «Praxis».

Downloads
  • Flyer zum Ausbildungsgang 2020-23 (Flyer.pdf)
  • Termine Aufnahmeverfahren 2020 (Termine2020.pdf)
  • Anmeldung_Ausbildungsgang_2020.pdf
  • Bericht Vorpraktikum (Praktikum_Bericht.pdf)

Die Praxisausbildung zur Sozialpädagogin bzw. Sozialpädagogen HF hat im Rahmen der Gesamtausbildung einen grossen Stellenwert. Der Ausbildungserfolg, der sich in der Handlungskompetenz der Sozialpädagogin und des Sozialpädagogen in Ausbildung zeigt, hängt nicht zuletzt von einer gegenseitig gut abgestimmten Zusammenarbeit von Ausbildungsstätte und Praxis ab. Die Grundlagen für die Zusammenarbeit zwischen HFHS und Praxis sind in den «Leitlinien zur Praxisausbildung» festgehalten, die Sie im Downloadbereich finden.

Die Anerkennung als Praxisausbildungsplatz ist an die Anerkennung als Praxisinstitution und an die Anerkennung eines Mitarbeitenden als Praxisausbildner oder Praxisausbildnerin gekoppelt.

Anerkennung als Praxisinstitution

Die Praxisinstitution muss als solche von einer Höheren Fachschule für Sozialpädagogik anerkannt sein. Dazu muss ein Ausbildungskonzept verfasst und bewilligt werden. Die Ausbildungsstätten arbeiten zusammen. Die Bewilligung durch eine Ausbildungsstätte Sozialpädagogik HF in der deutschen Schweiz wird durch die anderen Ausbildungsstätten akzeptiert. Die Grundlagen für diese gemeinsame Anerkennung und die diesbezüglichen Merkpunkte finden sich in den gleichnamigen Dokumenten im Downloadbereich.

Die Liste der anerkannten Institutionen finden Sie mit folgendem Link: http://spas-edu.ch/web/de/taxonomy/term/6

Zur Anmeldung als Praxisinstitution benutzen Sie bitte das entsprechende Formular, das Sie im Downloadbereich finden.

Anerkennung als Praxisausbildner, als Praxisausbildnerin

Die Auszubildenden werden während ihrer praktischen Ausbildung von einem Praxisausbildner oder einer Praxisausbildnerin (PA) begleitet. Für die PA-Funktion gelten die folgenden Voraussetzungen:

  • Diplom in Sozialpädagogik HF oder als gleichwertig anerkannter Abschluss
  • Anerkannte Zusatzqualifikation als Praxisausbildnerin oder Praxisausbildner (PA-Kurs, mindestens 300 Stunden)

Falls Sie die Bedingungen nicht erfüllen, besteht die Möglichkeit eines Äquivalenzantrages. Weiter Informationen dazu sowie das Antragsformular finden Sie im Downloadbereich.

Zur Anmeldung als PA an der HFHS benutzen Sie bitte das entsprechende Formular, das Sie im Downloadbereich finden.

Downloads
  • Leitlinien zur Praxisausbildung (Leitlinien_Praxis.pdf) (181 KB)
  • Merkpunkte zum Verfassen eines Ausbildungskonzeptes (Merkpunkte_2017.pdf) (90 KB)
  • Formular für Angebot eines Ausbildungsplatzes (Anmeldung_Institution_2018.pdf) (140 KB)
  • Anmeldung für die Übernahme einer Praxisausbildung (Formular_Uebernahme_Praxisausbildung.pdf) (95 KB)
  • Kurzinfo zum Äquivalenzverfahren (Aequivalenz_Kurzinfo.pdf) (8 KB)
  • Gesuch Äquivalenz (Gesuch_Aequivalenz.doc) (295 KB)
  • Gemeinsame Anerkennung von Ausbildungsplätzen (Gemeinsame_Anerkennung_von_Ausbildungsplaetzen_ab_6.2019.pdf) (76 KB)

Ausbildungskosten

Die Ausbildungskosten betragen Fr. 3600 pro Jahr. Zusätzlich ist für Studienmaterial, Fachliteratur und Exkursionen mit mindestens Fr. 300 zu rechnen.

Es gilt die Höhere Fachschulvereinbarung (HFSV), darin sind die Beiträge der Kantone geregelt.